Spatenstich für das Projekt „Zentrum Tummelplatz“ in Schärding

Spatenstich für das Projekt „Zentrum Tummelplatz“ in Schärding

Allgemein, Neubau

Am 14. Oktober 2019 fand in Schärding die Spatenstichfeier für das Zentrum Tummelplatz statt.
Obmann Bezirkshauptmann Dr. Rudolf Greiner; Vertreter der Stadt Schärding: Bürgermeister Ing. Franz Angerer, Stadtrat Günter Streicher, Amtsleiterin Angelika Kaufmann, Markus Furtner; Mitglieder des SHV-Vorstandes: Präs. Hans Hingsamer, Bgm. Bernhard Fischer, Bgm. Matthias Bauer, Bgm. Rudolf Haas, Bgm. Peter Pichler, Stadträtin MMag. Michaela Lechner, GV. Josef Bauer; Vertreter des Totalübernehmers: DI. Herwig Pernsteiner und DI. Ernst Lindinger (ISG); DI. Markus Aumayr und DI. Klaus Pürstinger (Real-Treuhand); Architekt Mag. art Dietmar Neururer; Vertreter der Baufirma ARGE Zentrum Tummelplatz von der Firma Waizenauer und der Firma Swietelsky: Daniel Wintersberger, Unterberger Wolfgang; Vertreter der Firma ZTW Weilhartner, Statik und Ziviltechnik: DI Dr. David Wimmer, DI Peter Mitterlehner, Anna Moser, Markus Burg; Geschäftsleitung SHV Schärding: Anita Hötzeneder; Heimleiterin Monika Auinger und Franz Wiesmaier, leitender Referent der Sozialabteilung greifen zu den Spaten und feiern den Start des gemeinsamen Projekts.

Projektbeschreibung:
Das Zentrum Tummelplatz mit seinen vielfältigen Angeboten soll ein breites Spektrum an unterschiedlichen Menschen ansprechen und als kompetenter Dienstleistungsanbieter auftreten. Neben den Synergieeffekten der zahlreichen Einrichtungen werden wertvolle Kontakte zwischen den Generationen ermöglicht.

Die aktuelle Alterspyramide bewirkt für die nächsten Jahrzehnte, dass immer mehr Menschen immer älter werden. Diese Entwicklung ist nicht nur eine Herausforderung für den Arbeitsmarkt, sondern besonders für die Bereiche Wohnen und Pflege. Gerade im ländlichen Bezirk Schärding ist es wichtig, eine intakte Infrastruktur aufrechtzuerhalten, um es der Wohnbevölkerung möglich zu machen, weiterhin im bekannten Umfeld zu leben und eine adäquate sichere Versorgung zu erhalten. Das betrifft nicht nur die Agenda der Betreuung und Pflege von älteren Menschen; es muss auch dafür gesorgt werden, dass junge Erwachsene Raum zum Leben, Arbeiten und Wohnen haben.

Pflegeheim: Viele Studien und Kostenvergleiche zeigen, dass ein Haus über 100 Plätzen wesentlich kostengünstiger gebaut und vor allem geführt werden kann, als kleinere Häuser mit ca. 80 Betten. Auf Grund der demografischen Entwicklung und der derzeitigen Vollauslastung der bestehenden Heime sind für den Bezirk Schärding unbedingt weitere Heimplätze erforderlich und wird man mit der Schaffung von 122 Plätzen den Bedarf in den kommenden Jahren abdecken können. Im neuen Heim wird es auch eine eigene Dementenstation für 10 Personen geben.

Tagesbetreuung: Um den zukünftigen Entwicklungen und Veränderungen der Altersstruktur gerecht zu werden, ist es notwendig, dass zusätzlich zu den angebotenen stationären Pflegeplätzen weitere Möglichkeiten der Betreuung und Pflege wie die Tagesbetreuung und Tagespflege geschaffen werden. Die Tages-betreuung ist die wirksamste Entlastung Pflegender Angehöriger. Sie ist auch ein wichtiges Bindeglied zwischen der Hauskrankenpflege und der stationären Pflege. Ein strukturierter Tagesablauf, bedarfsgerechte Pflege, Gruppen- und Einzel-angebote sowie soziale Kontakte wirken der Einsamkeit entgegen und fördern persönliche Fähigkeiten. Zielgruppe sind Senioren, die noch zu Hause leben können und tagsüber Unterstützung bzw. eine interessante Gestaltung des Alltags möchten, um so einer Vereinsamung entgegen zu wirken. Voraussetzung ist, dass diese Person nicht bettlägerig ist. – Die Tagespflege hat sich an den persönlichen und individuellen Bedürfnissen der Menschen zu orientieren. Die Teilnahme ist auch flexibel (z.B. täglich oder nur tageweise) zu gestalten.

Familienzentrum – Familie im Mittelpunkt: Eine Begegnungsstätte für Familien. Es wird von hauptamtlichen Bediensteten und vielen (rund 40) freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geführt. Verschiedenste Angebote (Rund um die Geburt, Spielgruppen, Selbsthilfegruppen usw.) für Menschen von 0 – 99 Jahren können genutzt werden. Dazu kommen noch Beratungsdienste (Schuldner-, Partner-, Ehe-, Familienberatung, Krebshilfe, Arbeitsassistenz usw.).

Heimgebundene Wohnungen: Gerade ältere Menschen sind der Gefahr von Vereinsamung ausgesetzt, wenn die sozialräumlichen Beziehungen in der Wohngegend wenig ausgeprägt sind oder ganz fehlen. Ältere Menschen brauchen die Wohnung als Rückzugsraum, andererseits brauchen sie aber auch soziale Kontakte im Nahraum, die etwa nach dem Wegfallen der Berufskontakte wichtiger werden. Ältere Menschen haben den Wunsch und das Bedürfnis, möglichst lang und möglichst selbständig in ihren Wohnungen zu leben. Oft brauchen sie im höheren Alter oder bei Beeinträchtigungen Unterstützung und Hilfe (z.B. Essen auf Rädern, Mahlzeitendienste, Mobile Dienste usw.).
Betreute Wohnungen, besonders im Anschluss an ein Alten- und Pflegeheim, haben sich gut bewährt. Sie werden den Bedürfnissen nach Sicherheit und nach weitgehender Selbständigkeit gerecht.


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